FAQ -Häufig gestellte Fragen und Hintergrundwissen

Präzision und Zuverlässigkeit auf der Waffe!

Übersicht

  1. Was zeichnet Zero Compromise Optic (ZCO) aus?

  2. Für wen sind ZCO-Zielfernrohre geeignet?

  3. Welche Modelle/Serien bietet ZCO?

  4. Welche Absehen und Beleuchtungsoptionen gibt es?

  5. Wie wird das Absehen korrekt scharf gestellt (Dioptrie)?

  6. Was bedeutet „FFP“ und welche Vergrößerungsebenen nutzt ZCO?

  7. Wie hoch ist die Lichtdurchlässigkeit und Bildqualität?

  8. Wie funktionieren die Verstelltürme (Höhe/Seite) bei ZCO?

  9. Welche Montagen/Ringe werden benötigt?

  10. Garantie und Service

  11. Zulässigkeit in Jagd und Schießsport (Deutschland)

  12. Parallaxe, Schärfentiefe & Treffpunktlage

  13. MIL vs. MOA – Maße, Umrechnung & Praxis

  14. LPVO-Besonderheiten (z. B. ZC210)

  15. Tracking-/Box-Test: Mechanik prüfen

  16. Pflege, Reinigung & Lagerung

1. Was zeichnet Zero Compromise Optic (ZCO) aus?

Zero Compromise Optic ist ein Hersteller mit Fokus auf kompromisslose optische und mechanische Leistung. ZCO-Gläser zeichnen sich durch sehr hohe Fertigungspräzision, robuste Türme, hervorragende Streulichtkontrolle und eine gleichmäßige, hohe Lichttransmission aus. Der Produktansatz: maximale Abbildungsleistung und Wiederholgenauigkeit, ohne Abstriche bei Stabilität und Bedienbarkeit.

2. Für wen sind ZCO-Zielfernrohre geeignet?

  • Jäger: Hohe Kontrastleistung und Dämmerungstauglichkeit, praxisnahe Beleuchtung und intuitive Bedienung.

  • Sportschützen/Long-Range: Große Verstellwege, klar definierte Klicks, erstklassige Abbildungsleistung über den gesamten Zoombereich.

  • Taktische Anwendungen: Robuste Mechanik, zuverlässige Nullrückkehr und praxisnahe Absehen.

3. Welche Modelle/Serien bietet ZCO?

(Übersicht – Beispiele)

  • ZC527 (5–27×56): Universeller Allrounder für Jagd und Sport, 56-mm-Objektiv für starke Dämmerungsreserven.

  • ZC420 (4–20×50): Kompaktere Bauform mit großem Einsatzspektrum von Jagd bis PRS.

  • ZC210 (2–10×30): LPVO-Charakter für dynamische und jagdliche Anwendungen, großes Sehfeld bei niedriger Vergrößerung.

  • ZC Hunter (z. B. 1,7–12×50): Jagdorientierte Ausführung mit Fokus auf Gewicht, Handling und Dämmerungsleistung.

Hinweis: Verfügbare Konfigurationen und Absehen variieren je nach Modell.

4. Welche Absehen und Beleuchtungsoptionen gibt es?

ZCO bietet überwiegend MIL-basierte FFP-Absehen (z. B. MPCT-Varianten) sowie weitere Optionen. Die Beleuchtung ist fein dimmbar, häufig in Rot und Grün schaltbar. Eine intelligente Abschaltautomatik schont die Batterie und verhindert versehentliches Dauerleuchten.

5. Wie wird das Absehen korrekt scharf gestellt (Dioptrie)?

  1. Parallaxe auf „∞“ einstellen und auf niedrige Vergrößerung gehen.

  2. Okular ganz hineindrehen, auf hellen Hintergrund blicken.

  3. Okular langsam herausdrehen, bis das Absehen knackscharf erscheint.

  4. Kurz wegschauen, erneut prüfen, dann die Dioptrie fixieren.
    Tipp: Einmal sauber eingestellt, bleibt die Dioptrie konstant (sofern dasselbe Auge verwendet wird).

6. Was bedeutet „FFP“ und welche Vergrößerungsebenen nutzt ZCO?

FFP (First Focal Plane / 1.BE / 1. Bildebene): Das Absehen vergrößert sich mit – Skalen (MIL/MOA) bleiben bei jeder Vergrößerung korrekt. Das erleichtert Haltepunkt- und Windkorrekturen über den gesamten Zoombereich. ZCO setzt vor allem auf FFP-Absehen; spezielle SFP-Varianten (2. Bildebene) sind modellabhängig und im jagdlichen Bereich wie dem ZC Hunter gängig.

7. Wie hoch ist die Lichtdurchlässigkeit und Bildqualität?

ZCO verwendet Premium-Gläser und Mehrschichtvergütungen für eine sehr hohe Lichttransmission und Farbneutralität. Entscheidend ist nicht nur ein Spitzenwert, sondern eine gleichmäßige spektrale Transmission und konsequente Streulichtunterdrückung – die Basis für hohe Detailerkennbarkeit in der Dämmerung. Große Objektive (z. B. 56 mm) und durchdachte Optikrechnungen unterstützen ein helles, kontrastreiches Bild.

8. Wie funktionieren die Verstelltürme (Höhe/Seite) bei ZCO?

  • Klare, taktile Klicks (typisch 0,1 MIL), gut ablesbare Skalen.

  • Zero-Stop/Return-to-Zero zur schnellen Rückkehr auf die Null.

  • Große Verstellbereiche für weite Distanzen; Seitenturm mit durchdachtem Anschlag gegen Überdrehen.

  • Häufig gegen den Uhrzeigersinn (CCW) steigend – Beschriftung beachten.

9. Welche Montagen/Ringe werden benötigt?

Die Vollformat-Modelle nutzen in der Regel 36-mm-Mittelrohre. Passende Ringe oder Blockmontagen sind entsprechend zu wählen.

  • Höhe/Vorneigung: Für Long-Range sind geneigte Montagen/Schienen (z. B. ~20 MOA) üblich, um den Verstellweg optimal zu nutzen.

  • Drehmoment: Herstellerangaben für Ring- und Basisschrauben beachten (saubere, fettfreie Anlageflächen, gleichmäßig kreuzweise anziehen).

10. Garantie und Service

ZCO bietet eine langfristige, produktlebensdauerbezogene Garantie auf optische und mechanische Komponenten; elektronische Baugruppen (z. B. Beleuchtung) haben eine zeitlich begrenzte Gewähr. Unsachgemäße Handhabung, eigenmächtige Modifikationen oder entfernte Seriennummern sind in der Regel ausgeschlossen. Im Servicefall erfolgt Prüfung und Reparatur oder Austausch.

11. Zulässigkeit in Jagd und Schießsport (Deutschland)

  • Jagd: Jäger mit gültigem Jagdschein dürfen Jagdwaffen mit Zielfernrohren ausstatten, unter Beachtung der jagd- und waffenrechtlichen Vorgaben.

  • Schießsport: Sportschützen können Zielfernrohre entsprechend ihrer Disziplinenregelwerke nutzen; maßgeblich sind Vereins-/Verbandsregeln.

12. Parallaxe, Schärfentiefe & Treffpunktlage

  • Parallaxe-Fehler: Wenn Absehen und Zielbild nicht in derselben Bildebene liegen, wandert der vermeintliche Haltepunkt bei Kopfbewegung.

  • Korrektur: Parallaxeknopf auf die tatsächliche Distanz einstellen (Skalen sind Anhaltswerte), feineinstellung auf maximale Bildschärfe und „stehendes Absehen“.

  • Schärfentiefe: Nimmt bei geringerer Vergrößerung zu. Eine kleinere Austrittspupille (höhere f-Zahl) vergrößert die Tiefenschärfe – hilfreich bei wechselnden Distanzen.

  • Praxis: Bei Präzision auf kleine Ziele Parallaxe stets exakt einstellen, auch wenn das Bild „scharf“ wirkt.

13. MIL vs. MOA – Maße, Umrechnung & Praxis

  • MIL (Milliradian): 1 MIL = 10 cm auf 100 m (exakt: 1 mrad → 10 cm/100 m). Klicks meist 0,1 MIL = 1 cm/100 m.

  • MOA (Minute of Angle): 1 MOA ≈ 29,09 mm auf 100 m; ¼ MOA ≈ 7,27 mm/100 m.

  • Umrechnung: 1 MIL ≈ 3,438 MOA; 1 MOA ≈ 0,291 MIL.

  • Praxiswahl: PRS/Long-Range in Europa → oft MIL. Wer in MOA denkt, sollte Absehen & Türme konsistent (MOA/MOA) wählen.

14. LPVO-Besonderheiten (z. B. ZC210)

  • „True 1ד-Wahrnehmung: Je näher an 1,0× und je geringer die Verzeichnung, desto natürlicher das beidäugige Zielen.

  • Eyebox/Eye Relief: Großzügige Eyebox erleichtert schnelle Anschläge; konstanter Augenabstand über den Zoom.

  • Beleuchtung: „Daylight-Bright“ für helles Tageslicht; homogene Punkt-/Kreisausleuchtung ohne Blooming.

  • Randabbildung: LPVOs müssen Verzerrung (Kissen/Tonne) und CA am Rand sehr gut kontrollieren, sonst leidet die Geschwindigkeit.

15. Tracking-/Box-Test: Mechanik prüfen

  • Ziel: Kontrolle, ob Klickwerte maßhaltig sind und die Mechanik wiederholgenau arbeitet.

  • Ablauf (100 m):

    1. Einschießen auf Nullpunkt.

    2. Hoch z. B. 10 MIL → rechts 10 MIL → runter 10 MIL → links 10 MIL.

    3. Treffpunkt sollte ideal auf dem Ausgangsloch liegen (Box „schließt“).

  • Bewertung: Kleine Abweichungen sind normal; wichtig ist Reproduzierbarkeit. Prüfen Sie auch Return-to-Zero nach mehrfachem Drehen.

16. Pflege, Reinigung & Lagerung

  • Reinigung: Groben Staub mit Blasebalg entfernen; dann Mikrofasertuch/Linsenpapier und geeignete Optikflüssigkeit. Nie trocken reiben, keine Haushaltsreiniger.

  • Dichtheit/Fogproof: Stickstoff/Argon-Füllung + O-Ringe halten Feuchtigkeit draußen. Kappen schließen, wenn es stark regnet.

  • Lagerung: Trocken, mäßige Temperaturen; bei längerer Lagerung Kappe leicht öffnen, um Batterien zu schonen.

  • Mechanik: Türme nicht „auf Block“ knallen lassen; moderate Bedienkräfte erhöhen die Lebensdauer.